Statuen von Alcoutim

Alcoutim
8970-000 , Alcoutim , Alcoutim
http://www.cm-alcoutim.pt/

In Alcoutim existieren in der Nähe des Flusses Guadiana drei Statuen, die die kollektive Erinnerung der drei Figuren in der Geschichte dieser Gegend wecken und deren Aktivitäten direkt mit diesem Fluss verbunden waren: Der Fischer, der Steuerbeamte und der Schmuggler.

Diese Statuen sind somit eine Hommage an diese drei Aktivitäten, die im Laufe der Zeit für die lokale Wirtschaft wichtig waren und als Elemente des Erbes dieses Ortes im Nordosten der Algarve in Erinnerung bleiben und interpretiert werden sollten.

 

Die Statue des Guarda-fiscal [Steuerbeamten]

Die Guarda Fiscal [Steuerbehörde] wurde im Jahre 1885 gegründet. Ab dieser Zeit sahen die jungen Leute darin eine Aktivität, die sie ausüben und so der harten und wenig rentablen Arbeit auf dem Feld entkommen konnten, um später die ersehnte Rente zu genießen, die damals nur wenigen zuteil wurde.

Alcoutim war Sitz dieser Abteilung, hier befand sich die Zentralstelle. Entlang des Flusses gab es weitere Stellen, die untereinander Sichtkontakt hatten, um über Lichtzeichen, Schüsse und andere Techniken zu kommunizieren. Der Fluss wurde von diesen Posten aus, die vom Finanzministerium erbaut wurden, überwacht. Die Schmuggler waren, zusammen mit den Flüchtlingen des spanischen Bürgerkriegs, die Hauptziele.

 

Statue Contrabandista [Schmuggler]

Natürlich war Alcoutim als ein Ort, der am Fluss gelegen war, ein Zentrum für Schmuggler, unterstützt durch die Tatsache, dass es in dieser Region viel Armut gab.

Schmuggel gab es entlang des gesamten Flussufers, wo die Wege der Maultiertreiber endeten, die in verschiedenen Bergorten ansässig waren, wie etwa Giões, Cachopo, Martinlongo und Santana da Serra. Unter anderem wurden in den Zeiten, in denen Käufer nach Salancur strömten, Weizen und andere Getreidearten, Feigen, Kaffee, Eier und Vieh am Ort vorbei transportiert. Von Andalusien aus war der Schmuggel von Stoffen und Mandelmasse sehr wichtig.

 

Statue Pescador [Fischer]

Das Fischen auf dem Guadiana war seit je her eine rein handwerkliche Tätigkeit und diente den Einwohnern, die in Ufernähe lebten, als Unterhalt. Die Kunst des Fischfangs auf dem Guadiana änderte sich im Verlaufe der Jahre nur wenig. Die "Colher" (existiert bereits nicht mehr), der "Conto", der "Letrache" [drei spezifische Fanggeräte dieser Gegend], die "Redes de tresmalho" [besondere Fischernetze] und das Wurfnetz sind die wichtigsten Mittel, die auf dem Fluss eingesetzt werden.

Einige dieser Handwerke wurden bis Anfang der 90er Jahre eingesetzt. Zu dieser Zeit stellten die letzten Fischer des Ortes ihre Aktivität ein aufgrund der geringen Rentabilität und der Einführung einer neuen Gesetzgebung, welche den Einsatz bestimmter Mittel und Fangmethoden untersagte.

 

andere Punkte des Interesses
Errichtetes Erbe